Träumereien. Kulturelle Dialoge durch Raum und Zeit

Träumereien. Kulturelle Dialoge durch Raum und Zeit. Malerei, Zeichnung, Tiefdruck (2009-2012).

Dieses Projekt legt besonderen Nachdruck  einerseits auf die Migration und die Multikulturalität, weil ein Großteil der argentinischen Bevölkerung aus einer Mischung aus einheimischen ethnischen Gruppen und Migranten (vor allem aus Mitteleuropa, unter anderem) ensteht.

 

In dieser Reihe von Werken , kehren wir  uns spezifisch an besondere Merkmale der bildende Kunst  in der  peripherischen Postmodernität, wie die Intertextualität* (Eco , Calabrese), das Konzept „der Tod des Autors“ ( Barthes) und den Übergang zu den Theorien der Rezeption, wo man ein Verhalten der archäologische Betrachtung gegenüber die Kunst der jüngsten Vergangenheit (Vattimo) feststellen kann.

 

Außerdem zeigt diese Arbeit die Verwendung allegorischer „Aneignungskunst“** (Appropriation Art),  oder „zitiert“ (nach Brea, Buchloch ) paradigmatische Kunstwerke und Künstler des XIX und XX  Jahrhunderts. Diese „dialogische“ Fusionsgespräche mit Werken oder “künstlerische Texte ” tragen zu  einiger imaginären ikonischen kulturellen Knotenpunkten bei und verweisen auf moderne europäische Künstlern (Duchamp, Rodin, Klimt, Kokoschka) und auf argentinische Künstler (Spilimbergo, Alonso, Bianchedi, unter andere).

Außerdem verbinden sich hier andere Praxis wie Meditation, Yoga und expressive Körperarbeit. In diesem Zusammenhang wird das Kunstwerk als eine Form der Reflexion , Meditation und Selbsterkenntnis, der Gestaltung der Welt und der eigenen Subjektivität konzipiert.

 

* Die Theorie der „Intertextualität“ (nach Gérard Genette)  beschreibt  generelle Eigenschaften aller Texte und nicht nur die vom Autor beabsichtigten Beziehungen und Anspielungen auf andere Texte.

** Als Appropriation Art (von lat. appropriare = zu eigen machen), „Aneignungskunst“, bezeichnet man Kunst, die sich fremde Bildlichkeit aneignet, indem sie bereits existierende Kunstwerke kopiert, also in Format, Technik, Motiv und Stil so exakt wie möglich wiederholt – und dies nicht, um Plagiate herzustellen, sondern eigenständige, originale Kunstwerke im Sinne von Elaine Sturtevant: „Die Kopie ist das Original“ (Christoph Zuschlag, Die Kopie ist das Original“ Über Appropriation Art, http://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb6/kunst/mitarbeiter/christoph-zuschlag/aufsatz-zuschlag-deja-vu.pdf) .


Texte auf Deutsch: Fabiola de la Precilla. Assistentinnen: Florencia Báez, Ornella Padini. Fotos: Jorge Goldman, Susy Pérez, Mallín Adaro. Beratung bei den Texten auf Deutsch: Übersetzerin Alejandra López de Navia.